Wochenrückblick KW41/2017

Jaaa…wieder zu spät dran. Ich bin ein Faultier! :D

Kurzgesagt hat ein tolles Erklärvideo zum Thema Automatisierung (Ausnahmsweise sind auch die Kommentare unter dem Video interessant!)

Philipp macht sich Gedanken über „Urlaubsreif“ sein

Es passieren übrigens nicht nur schlechte Dinge auf der Welt. Hier die Liste von Juli bis September

7 Ways The #Blockchain Can Save The Environment And Stop Climate Change

Der Fuchs und der Wal

Das Tamagotchi ist zurück – aber muss das sein? Ein Bericht (auf Englisch)

Die Polizei in Dubai testet Hover-Bikes!! Der Trailer dazu sieht zumindest schon mal cool aus, das Hover-Bike jetztn ich soooo

8-bit Philosophy über Simone de Beauvoirs „Was ist eine Frau?“

Guten Start in die Woche!!

Minimalismus als Lebensstil der Zukunft?

Neulich wurde ich gefragt, warum ich Minimalismus für DEN zukunftsfähigen Lebensstil erachte und ich solle doch mal Beweise anbringen.
Beweise habe ich natürlich nicht, ich bin ja kein Zeitreisender. Ich kann nur Detektiv spielen und ein paar Indizien sammeln, die diesen Gedanken ein bisschen ausstaffieren. Das ist alles selbst noch nicht fertig gedacht (ist es bei mir nie :D), aber ich wollts mal aufschreiben und natürlich gerne eure Gedanken dazu lesen.

Also checken wir mal kurz, was Minimalismus eigentlich ausmacht:
– weniger Besitz, mehr Zugang
– weniger Dinge, mehr Erfahrung
– weniger Quantität, mehr Qualität; zeitlich, materiell und sozial
– die Idee, dass man sich für die wichtigen Dinge im Leben entscheidet und alles andere, was nicht dazu passt, reduziert

Ja, ich halte Minimalismus für DEN Lebensstil der Zukunft. (Alles andere erscheint mir gerade irgendwie…sentimental?? naja frag mich morgen nochmal, dann seh ich das bestimmt anders)

Warum?

1. Alles ist/wird alles digital.
Das betrachte ich durch die Wirtschaftsbrille. Warum in Zeiten von Ressourcenknappheit Dinge herstellen, die potentiell keiner kaufen wird (weil er es vielleicht nicht kann?) – also auf Nachfrage/on demand. Zum Bespiel Ersatzteile oder Kleidung aus dem 3D Drucker. Ich kaufe nur noch, wenn ich etwas benötige und dann wird es nach meinen Wünschen hergestellt.
Wem das zu abstrakt ist, kann sich mal fragen: Wann hast du zum letzten Mal eine CD/Buch/DVD gekauft?
Ich nutze hauptsächlich die Bücherei und den Rest streame ich oder kaufe ich als Datei. Das einzige was ich noch kaufe sind Comics. Da macht es mir tatsächlich mehr Spaß, sie in der Hand zu haben als online zu lesen. Ich brauche keine Dinge, um meine Identität klarer herausstellen. Das muss für mich auch ohne gehen. Und wen kümmern Dinge, wenn ich ständig online bin? Es zählt nur das was ich auf den sozialen Medien schreibe, zeige und teile.

2. Alles ist/wird smart
Natürlich gibts da auch ein paar Megafails, aber in keinem anderen Bereich ist die Zukunft greifbarer als beim Smart Home. Die Technik wird erschwinglicher, weil die Entwicklung voran geht. Ich brauche keine fünf verschiedenen Geräte sondern nur noch eines oder gar keines, weil alles auf Wände projeziert wird.

3. Robotik/Automatisierung
Alles, was automatisiert werden kann, wird auch automatisiert. Klingt vielleicht gruselig, ist aber in einem kapitalistischen System logisch. Roboter sind effizent und werden nie krank, arbeiten schneller als ein Mensch es je könnte. Roboter erleichtern uns den Alltag, in dem sie Rasen mähen oder staubsaugen oder kranken Menschen dabei helfen, selbstständig zu werden oder zu bleiben. Ich werde also weniger Arbeiten (müssen)

4. Urbanisierung + Mobilität
Die Menschen drängen in die Städte, doch Wohnraum ist knapp. Und freie Flächen muss man sich erlauben und vielleicht auch erkämpfen können. Mehr Menschen = weniger Wohnraum/Fläche? Wie viel Autos können wir uns in den Städten und Gemeinden erlauben? Wo sind Treffpunkte für Begegnung (und wie soll diese Begegnung aussehen?) Diese Fragen werden uns in Zukunft stärker beschäftigen und da ist weniger Zeug sehr hilfreich.

5. Klimakrise und Ressourcenverbrauch
Okay, das ist bitter. Aber sollte man bei dieser Aufzählung nicht außer Acht lassen. Wenn ich in einem Hochwasser-Gebiet (optional: insert x-beliebiges Land und wahrscheinlichste Naturkatastrophe here) leben würde und jedes Jahr aufgrund der Klimakrise absaufen würde, würde ich rein aus Bequemlichkeit weniger Zeug anhäufen, damit es mir hinterher nicht so schlecht geht, wenn ich meine liebsten Sachen verliere und ich schneller fliehen kann. Hierzulande ist das vielleicht jetzt übertrieben und das erscheint dir vielleicht zynisch, aber ich denke da gerade nur praktisch. Ich frage mich, wie es den Menschen im Hyperkonsumland USA während einer Hurricane Saison geht. Bis alles wieder einigermaßen aufgeräumt ist, kommt schon der nächste Sturm. Was bringt einem ein Haufen Zeug, wenn man jedes Jahr vor den Trümmern steht?

Irgendwie steht in meiner Gedankenblase noch das Wort „Globalisierung“. Könnte man eher als Oberbegriff sehen, der alles ummantelt. Die Länder der Welt sind miteinander durch Handel und Kaptialflüsse verbunden. Sie werden auch weiterhin zusammen wachsen zusammen und sind wechselseitig immer stärker voneinander abhängig. Katastrophen jeglicher Art sind nicht auf Kontinente oder Ländergrenzen beschränkt. Und vielleicht sind wir sogar früher oder später dazu gezwungen aufgrund von Klima oder Krieg zu flüchten und ein nomadisches Leben mit kleinem Gepäck zu führen?

Das sind wie gesagt nur Gedanken, die natürlich auch problematisch sind, aber auch Chancen bieten, wenn man es klug anstellt. Ich halte es daher für extrem wichtig, sich jetzt darüber Gedanken zu machen und darüber zu diskutieren. Das gelingt mir besser, wenn man sein Leben von überflüssigen Plunder befreit hat. Und natürlich ist bei all dem eine individuelle Balance wichtig, aber die gesellschaftliche Komponente darf man auch nicht aus den Augen verlieren.

Weiterlesen:
Emi von Downgrade Deluxe zählt Gründe auf, warum Minimalismus und Nachhaltigkeit zusammen gehören
Minimizing out impact on the environment
Minimalism trend: Will it save the planet?
5 ways to live minimally and save the environment


Also, wie siehst du das? Ist Minimalismus zukunftsfähig oder doch nur ein Trend der gerade von Hygge abgelöst wird? Welchen der Punkte würdest du so unterschreiben, wo siehst du es anders? Was fehlt in der Aufzählung? Warum interessierst du dich für eine minimalistische Lebensweise und ist das bei dir (noch?) aus individuellen Gründen geprägt oder gesellschaftlich-politisch?

Wochenrückblick KW40/2017

Nach 2 Wochen Bronchitis folgte noch eine Woche Migräne mit Herzrasen und ein Baum, der wegen „Xavier“ weg musste – mir war ganz elend. Heute habe ich endlich mal nichts, deshalb definiere ich mich als gesund, habe mich fein gemacht und fahre gleich nach Sankt Peter-Ording!
Ein bisschen Meer angucken macht mich bestimmt richtig gesund. Husum letzte Woche hat ja auch schon ganz gut geholfen.

Aber erstmal hier der Beifang der Woche:

Beauty Warriors

EYES

Die neuen Instagram-Stories Umfragen sind nicht anonym!

Ein 8-jähriger Junge hilft per Gofundme den Obdachlosen in seiner Stadt.

Das erste 360 Grad Spacewalk Video ist da und es ist sehr cool!

100 greatest movie gadgets of all time – ein sehr schöner Zusammenschnitt.

Wer zahlt eigentlich die Schäden, die durch die Klimaveränderung stattfinden? Darüber kann man sich mal Gedanken machen.

Das wars. Morgen wieder arbeiten, hoffentlich hab ich das nicht verlernt :D

To Do – im Oktober

Ja, Sommer find ich gut. Aber der Herbst ist soooooooo schön, oder?? Die Eichhörnchen haben Puschel an den Ohren und stopfen sich mit Nüssen voll, die Blätter rascheln durch die Straßen, das Licht macht alles golden, es riecht nach Büchern und Bleistiften. Naja. Gut, nicht wirklich. Aber in meiner Welt schon :D
Herbst ist herrlich und ich habe wieder diese Jahresendspurtmotivation!
Da ich zwei Wochen mit ner Bronchitis flach lag, lass ich es diesen Monat noch ruhiger angehen, aber ich möchte:

  • wieder ins Schwimmbad!!!
  • lesen, lesen, lesen…vor allem die ganzen Comics, die sich hier schon wieder ansammeln *räusper*
  • die 2. Staffel „the Expanse“ gucken
  • viel im Wald herumspazieren
  • noch eine Wand in meinem Zimmer türkis anmalen

Was planst du im Oktober?

Wochenrückblick KW39/2017

Und noch ne Woche krank zu Hause. Natürlich häng ich da im Internet ab, das ist besser als die Wand anstarren (wobei ich das ungemein gern tue)
Das hat mich diese Woche interessiert:

Worum es jetzt gehen muss – eine Sammlung

Kolumne über die 4 Tage Woche, ein geringes Einkommen, Verzicht und Shopping als Hobby

Der EU Social Innovations Wettbewerb läuft. Das sind die 10 Finalisten und die haben wirklich ziemlich gute Ideen.

Gerade lese ich ein Buch über die Welt im Jahr 2050, das bis jetzt ganz interessant ist. Hier gibts eine BBC Dokumentation, die dasselbe Thema hat und jede Menge Fragen aufwirft

Und auch wenn ich das Wort Klimawandel mittlerweile ziemlich blöde finde, ist dieses kurze Video supercool gemacht. Hab mich auch mal als #climateoptimist eingetragen, weil Optimismus ja nie schadet :D

Dieser Film über eine Roboter-Popprinzessin und eine Vogelscheuche ist einfach nur toll.

Das wars schon :)

Gesehen im September

Filme und Serien, die ich gesehen habe

Weil ich krank darnieder lag, hatte ich viel Zeit zum Filme und Serien gucken. Das war für mich auch viel, deshalb guck ich die restlichen verbliebenen Tage des Monats nix mehr.
Das habe ich mir angesehen:

Gotham, Staffel 2
Bruce Wayne kommt dem Geheimnis um den Mörder seiner Eltern immer näher. Die Spuren führen nach Arkam Asylum. Währendessen will Detective Gordon immer noch das GCPD aufräumen und das ist gar nicht so einfach, wenn so viele neue Verrückte aus den Löchern kommen…
Fazit: ich mag den dirty grunge Look und die Schauspieler sehr. Manchmal schwächelt die Geschichte und Bruce Wayne geht mir doch des öfteren mal auf die Nerven, aber insgesamt ein brutales Vergnügen diese Serie.

The Expanse, Staffel 1
Im von Menschen besiedelten Sonnensystem herrschen Spannungen. Während die Erde überbevölkert ist und die UN als Weltregierung auch den Mond kontrolliert, hat sich der Mars abgespalten, ist unabhängig und verfügt über gewaltiges Militär. Und dann gibt es noch die Bewohner des Kuiper Gürtels, die sog. Gürtler, die in dieser Pattsituation wertvolle Ressourcen für Erde und Mars abbauen und abhängig sind von Wasser und frischer Luft. Die auf Ceres gegründete O.P.A (Outer Planet Alliance) will diese schlechten Lebensbedingungen nicht mehr länger hinnehmen.
Fazit: eine toll gemachte Serie. Ich liebe die Ausstattung, das Sounddesign, die Raumschiffe, gut gewählte Charaktere, eine spannende Geschichte – sehr sehr sehenswert!

Alpha Alpha (Serie, 1972 zu finden auf Youtube)
Alpha Alpha ist eine Geheimorganisation, die seltsame Phänomene untersucht. Hauptermittler ist Alpha, der zusammen mit Kollegin Beta und einer KI den mysteriösen Ereignissen auf den Grund geht.
Fazit: Akte X auf Deutsch mit schönem Müncher Lokalkolorit der 70er. Schön schrottig, aber auch ziemlich cool. Leider nur 13 Folgen.

Die Mars-Chroniken
Verfilmung von Bradburys gleichnamigen Roman über die Besiedlung und Zerstörung des Mars. (3-teiliger Fernsehfilm, via youtube)
Fazit: Verflucht schlecht. Wirklich. Rock Hudson versucht wenigstens noch sich Mühe zu geben, aber das reicht bei all diesen Logikwölkchen, den schlechten Trickaufnahmen, den noch schlechteren Bauten und der schlechten Regie einfach nix mehr raus. Lieber das Buch lesen und hoffen, dass es irgendwann ein Reboot gibt. Viele coole Geschichten kamen in dieser dreiteiligen Geschichte übrigens gar nicht vor oder wurden anders oder zu kurz erzählt. Als hätten die Leute einen Touristik-Werbefilm für den Mars machen wollen, aber in Low-Budget. Traurig.

Upside Down
Sie da oben, er da unten. Trotzdem lieben sie sich, obwohl Kontakt zwischen reichen Oben-Bewohnern und armen Unten-Bewohnern nicht erlaubt ist. Eines Tages kommt es bei einem geheimen Treffen zwischen beiden zu einen Unfall und sie verlieren sich aus den Augen. Während sie sich an nichts mehr erinnern kann, glaubt er, sie zurückgewinnen zu können, wenn er es nur schafft, nach oben zu kommen. Ist Liebe stark genug um die Schwerkraft zu überwinden?
Fazit: bildgewaltig erzähltes Sci-Fi Märchen, das aber leider nix Besonderes ist. Kann man gucken, muss man aber nicht. Oder man guckt es nur mit Hauptaugenmerk auf die Ausstattung, die Farben und die Art, wie sie die gegensätzliche Graviation dargestellt haben. Dann lohnt es sich. Und Jim Sturgess als optimistischer und verliebter Erfinder schon ganz schön niedlich. :D

Gelesen im September

Hier erstmal der Nachtrag aus dem August:

„Auf dem Weg zu einem kleinen zornigen Planeten“ von Becky Chambers
Die Wayfarer ist ein Tunnler-Schiff in der Galaktischen Union. Die Crewmitglieder bauen im Auftrag der GU Raum-Zeit-Tunnel. Da der Captain etwas Ärger hat, stellt er eine Verwaltungsangestellte namens Rosemary ein. Rosemary ist schüchtern und hat noch nie im Weltall gelebt und ist sehr darauf bedacht ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen. Dann gibts einen neuen lukrativen Auftrag der alles andere als einfach wird und der Crew alles abverlangt.
Fazit: dieser Sci-Fi-Roman ist eine kleine, charmante Perle, die für immer in meinem Herzen bleiben wird. Obwohl sich die Handlung etwas dürftig aufbaut, wird der Lesegenuss keineswegs geschmälert. Das Buch lebt von den tollen, sympathischen Charakteren und dem intergalaktischen Miteinander auf dem Raumschiff. Ganz ganz toll.

Und das habe ich im September gelesen:

„Die Mars-Chroniken“ von Ray Bradbury
Die Mars-Chroniken sind eine Kurzgeschichtensammlung rund um die Besiedlung des Mars im Jahr 2030 (und folgende).
Fazit: Keine Ahnung wie Bradbury das schafft, aber der Typ ist meiner Meinung nach ein Genie. Diese subtile Beklemmung gepaart mit teilweise wunderschön poetischen Strängen zu verweben kann nich jeder. Ich fands genauso lesenswert wie „Der illustrierte Mann“ und klingt noch lange nach.


„Feuer im Herzen“ von Deprak Chopra

eine spirituelle Geschichte zwischen dem 15-jährigen Deprak und dem Weisen Baba.
Fazit: wer auf solche Geschichten steht, gerne. Ich hab ein bisschen mehr erwartet und kommt deshalb in die Kategorie: Kann man lesen, muss man aber nicht.

Comics:

„Hilda und der Steinwald“ von Luke Pearson
Hausarrest ist so langweilig! Gottseidank hat sich Hilda mit den Hausgeistern angefreundet und kann in die Zwischenwelt entkommen. Doch das bleibt nicht unbemerkt und Hildas Mutter folgt ihr. Leider treffen sie dann auf gruselige Trolle. Schaffen es die beiden da gemeinsam wieder raus?
Fazit: Hilda-Comics sind immer wieder gut und vor allem toll gezeichnet. Bestens geeignet übrigens auch für Kinder die ein cooles, mutiges Vorbild brauchen und fantasievolle Welten mögen.

„Humboldts letzte Reise“ von Vincent Froissard und Étienne Le Roux
Ein fantastisches Abenteuer mit eingen biografischen Details über die Freundschaft zwischen Humboldt und Aimé Bonpland und ihre erste Reise durch Südamerika.
Fazit: toll gezeichnet, sehr fantastisch – von mir gibts ne Empfehlung, weil es eine ideale Ergänzung zu der Biografie war, die ich neulich gelesen habe. Kann man auch lesen, wenn man keine Ahnung von Humboldt hat, aber wenn man schon mal was über ihn gelesen hat, fallen einem viele kleine Details auf.

Wochenrückblick KW38/2017

ein sehr interessantes Memorandum zur #btw2017 – Thema Deutschland 2030. Der 3. Online-Dialog zum Mitmachen ist übrigens gestartet.

In diesem Artikel wird der Begrifff „Death Doulas“ erläutert, also quasi Sterbebegleitung ähnlich der Hebammen, damit die Menschen zuhause ohne Intervention durch Ärzte oder Pflegepersonal in Ruhe sterben können

Robots vs Musik I

und Robots vs Musik II

„Wer nicht fragt, stirbt dumm“ ist und bleibt einfach eine gute Sache

Was bedeutet „lizenzfrei“? und was ist der Unterschied zu „gemeinfrei“? Hier wirds erklärt. Dazu 10 Ressourcen für gemeinfreie Bilder. Wikipedia hat aber noch mehr.

Wie man mehr aus seinem Lesestoff rausholt. Punkt 5 fand ich ganz interessant.

10 Tipps, wie man weniger auf sein Handy schaut

Ich liebe sie jetzt schon und hoffe, dass sie jemanden findet :)

So, das wars. Komm gut in die Woche!

Eine schrottige Zukunft

Ab und zu bleibt man nach ein bisschen Internetkonsum mit gemischten Gefühlen zurück. Keine Ahnung ob man lachen oder weinen soll.

Hier zwei Beispiele, die mich neulich völlig fertig machten:

1) Der Smart Juicer „Juicero“

Ja genau. Dieser 700$ teure Saftpresser kann nichts anderes als GEPRESSTEN SAFT IN TÜTEN AUSZUQUETSCHEN. Das muss man sich mal reinziehen. Wenn der QR-Code auf der Packung abgelaufen ist, ist es nicht mehr möglich, den Saft zu pressen. (Übrigens kann man auch keinen Saft pressen, wenn das Internet nicht läuft.) Aber es war ja noch Saft, deshalb haben die Leute die Packung aufgeschnitten und den Saft ins Glas geschüttet. Ich habe absolut keinen Schimmer wie das passieren konnte. Also alles. Wie kommt man auf die Idee, sowas Sinnloses zu erfinden und dafür auch noch Ressourcen zu vergeuden? Wie kommt man auf die Idee, sowas Sinnloses zu finanzieren? Wie kommt man auf die Idee, sowas Sinnloses zu kaufen? Das Start-up ist mittlerweile zu meiner völligen Überraschung pleite.

2) Der smarte Salzstreuer SMALT

Naaaa? Zückst du schon die Kreditkarte? Ein salzstreuender Lautsprecher, der Musik spielen kann, den eigenen Salzkonsum überwacht, ein bisschen Stimmungslicht erzeugt und so für eine unique Dinner-Experience sorgen soll. Das Salz streuen funktioniert über eine App, also braucht man auch Internet dafür, sonst kriegt man kein Salz. Wow.

Es gibt noch mehr Beispiele für eine sinnlos-idotische Zukunft der Dinge. Die Dislikes unter den Videos zeigen immerhin noch eine Portion gesunden Menschenverstand an und darauf kann ich bauen.

Aber bleibt das so? Gerade in dieser Kickstarter-Crowdfunding-Start-up Welt, wo alles „smart“ sein soll, wirds meistens ziemlich dumm. Nachhaltig, cool und gesund soll alles sein – und dann nimmt man Sinnlosigkeit in Kauf??

Oh und wie oft wird man als am Minimalismus interessierte Person angesprochen, dass das „extreme“ Beschäftigen mit den Dingen im Umfeld ungesund sei? (Nach 7 Jahren Bloggen könnte ich eigentlich auch mal in Minimalismus-Bullshit-Bingo basteln) Aber Minimalismus ist eben mehr als Entrümpeln und Ordnung halten. Es ist immer eine bewusste Entscheidung für oder gegen Dinge und kann helfen, solchen Schrott zu vermeiden, der eh vermutlich nach 5 Jahren kaputt geht.
Mit einer minimalistischen Lebensweise trainiert man die Fähigkeit, entscheiden zu können, ob und wann ein Ding sinnvoll zu gebrauchen ist.
Oft wird Minimalismus auch mit dem Simple Living der 80er und 90er gleich gesetzt und den Menschen, die diesen Lebensstil praktizieren entsprechend eine Technologie-Verweigerung angedichtet. Aber das ist nicht so. Minimalismus heute konnte sich deshalb so gut entwickeln gerade WEIL alles digital vorhanden und jederzeit verfügbar ist. Man kann sich leichter von CDs und DVDs trennen, wenn man nen Streaming-Dienst hat. Es geht um Maß halten, aber nicht um Technologie-Feindlichkeit.

Oder wie siehst du das?

Gesehen im August

(Die Leseliste im August ist ziemlich kurz, weil ich nur 1 Buch gelesen habe. Das tu ich dann in die Liste von September.)

Filme und Serien, die ich gesehen habe

Das habe ich mir im August angesehen:

Valerian – Die Stadt der tausend Planeten
Laureline und Valerian sind ziemlich coole Agenten und werden von der Regierung auf eine Spezialmission in die Megametropole geschickt, um dort ein mysteriöses Verschwinden von Soldaten und eine Strahlung im Kern der Stadt zu untersuchen.
Fazit: nett, aber irgendwie belanglos. War schön bunt und hatte ein gutes Tempo, aber jetzt kein Meisterwerk.

Equals – euch gehört die Zukunft
In einer dystopischen Zukunft gibt es in der Gesellschaft keine Gefühle, keine Empathie, da das Böse auf Gefühlen basiert. Die Menschen sind Arbeitsmaschinen und der Tagesablauf folgt einem festen Programm. Silas, Illustrator bei Atmos folgt diesem Programm genau wie andere. Doch es gibt Menschen, die an dem Switch-on-Syndrom erkranken. Sie entwickeln Gefühle. Erkrankte landen in Phase 4 in einer Heilanstalt oder sie bringen sich vorher um. Eiens Tages, auf dem Heimweg, beobachtet Silas ein „erkranktes“ Pärchen, das von Krankenpfleger und Polizisten auseinandergerissen und in die Anstalt gebracht wird. Ein paar Tage später spürt Silas die ersten Gefühlsregungen. Er begibt sich sofort in Behandlung, nimmt seine Pillen und arbeitet weiter. Als sich jemand vom Dach des Gebäudes in den Tod stürzt bemerkt er das kurze Aufflackern einer Gefühlsregung bei seiner Kollegin Nia und seine Neugier ist entfacht…
Fazit: von der Grundstory hat mich die Handlung ziemlich stark an „Wir“ von Jewgeni Samjatin erinnert, zumindest stellenweise. Ich mochte die Schauspieler, den Look und das Sounddesign. Die Geschichte hat ein paar Längen, aber die Bilder und die Schauspieler haben das für mich hingebogen. Ich mochte den Film jedenfalls sehr.

Central Intelligence
Vom Mobbing-Opfer zum harten CIA-Agent: Bob Stone hat einen Auftrag – und eine Idee – deshalb nimmt er anlässlich eines bevorstehenden Klassentreffens Kontakt zum damals beliebtesten Jungen der Schule auf. Das dieser jedoch mittlerweile ein spießiger Buchhalter ist, der keine Risiken eingehen will, ist der Mission nicht unbedingt förderlich.
Fazit: kann man gucken muss man nicht, aber ey – THE ROCK! Ultrasympathischer Kerl. Ich mag den sehr und in dem Film beweist er sehr viel komödiantisches Talent. Ansonsten typisch amerikanischer Humor.

La La Land
Mia ist erfolglose Schauspielerin, Sebstian erfolgloser Jazz-Pianist. Beide träumen von der großen Karriere, aber nicht auf Biegen und Brechen sondern mit Herz und Verstand. Als sie das in dem jeweils anderen erkennen, verlieben sie sich. Doch als beide dann doch immer mehr Erfolg haben, leidet die Beziehung…
Fazit: ganz nette Bilder, aber ich verstehe den Hype darum nicht. Vermutlich muss man dafür mal in L.A. gewesen sein. Ich fand die Tanzeinlagen langweilig, die Geschichte zu platt und die Songs sind für mich keine Ohrwürmer. Schöne Farben und Bilder warens schon, aber das reichte mir nicht.

Passengers
Das Raumschiff Avalon ist vollbesetzt und eine voll ausgestattete Luxus-Arche-Noah, dass die Menschen zu Homestead II bringen soll, um den Planeten zu kolonisieren. Durch einen Asteroidenschauer gibt es allerdings einen Einschlag und die Schlafkapsel von Jim erleidet eine Fehlfunktion. Dadurch wird Jim 90 Jahre vor Ankunft aufgeweckt. Nach einem Jahr Einsamkeit bei Kaffee, Cornflakes und Whiskey schmiedet er einen unmoralischen Plan.
Fazit: die Geschichte ansich ist irgendwie vernachlässigbar, sie war leider nix besonderes. Aber das Raumschiff war sehr cool und immerhin hatte der Film ein unterhaltsames Tempo.

Evil Dead
Freunde übernachten im Wald in ner ekligen Bude und finden ein verhextes Buch das Zombie-Grusel-Geister mit sehr viel Kunstblut aufweckt.
Fazit: Tatsächlich fand ich den zweiten Teil irgendwie besser, aber keine Ahnung warum. Vielleicht muss ich die Filme alle noch mal in der richtigen Reihenfolge gucken?! Trotzdem natürlich total sehenswert :D

Das wars schon. Was hast du dir angeguckt?